Coaching-Kompetenz für Lehrkräfte

Seit Ende Oktober läuft die vom KJFC geförderte Fortbildung “Coaching-Kompetenz für Lehrkräfte” am Gymnasium Oberhaching in Oberbayern. Der KJFC hat dazu ein Blended-Learning-Konzept entwickelt, das es den Lehrkräften ermöglicht, sowohl digital (über die Plattform blink.it) als auch an zwei Präsenz-Gruppen-Übungsterminen sowie in Einzel-Supervisionsstunden in der Schule Coaching-Grundlagen zu erwerben und einzuüben.

Die Lehrkräfte sollen damit auf ein Brückenangebot der Schule vorbereitet werden, mit dem Schüler*innen, die während der letzten Monate “auf der Strecke geblieben” sind, wieder in den Schulalltag zu integrieren.

Gewappnet für die Krise

Eine Lehrkraft ist im Schulalltag mit weit mehr als der Wissensvermittlung konfrontiert. Stress und Leistungsdruck können Schüler*innen belasten, Lernblockaden den Schulerfolg erschweren, Unsicherheit, wie es nach der Schule weitergehen soll, die Motivation dämpfen,.

Gerade in Krisenzeiten, wie die aktuelle Corona-Situation eine ist, können sich die Probleme der Schüler*innen noch potenzieren: Mangelnde Bewegung, Streit mit Geschwistern und Eltern aufgrund der beengten Platzsituation, fehlende digitale Ausstattung und/oder fehlender oder mangelhafter Lernort – all dies führte und führt dazu, dass Schüler*innen den Kontakt zur Schule und/oder die Motivation zum Lernen verlieren.

Hilfe zur Selbsthilfe

Grundziel dieses Coachings in der Schule ist die Hilfe zur Selbsthilfe und zur Selbstverantwortung. Coaching als spezifische Form der Unterstützung eignet sich in besonderer Weise für den schulischen Kontext, denn Coaching fördert die Ziel- und Lösungsorientierung. Schüler*innen können mit Coaching-Unterstützung ihre Ziele und Fähigkeiten besser erkennen. So werden ihre Zufriedenheit und Leistungsbereitschaft gesteigert, was wiederum zu einem verbesserten Klima in der Klasse beiträgt.

Auf die Haltung kommt es an

Insbesondere die Coaching-Haltung kann der Lehrkraft helfen, konstruktiv mit ihren unterschiedlichen Rollenerwartungen (Lehrer*in, Erzieher*in, Vertrauensperson, Autoritätsperson, etc.) umzugehen und spezifische Probleme der Kinder zu lösen. Mit Coaching-Methoden fällt es leichter, die Schüler*innen dabei zu unterstützen, ihre Fähigkeiten und Stärken zu erkennen und Ziele – auch über die Schulzeit hinaus – zu entwickeln und zu verfolgen.

Aufgrund der positiven Rückmeldungen soll diese Fortbildung im nächsten Jahr auch an anderen Schulen angeboten werden. Anfragen dazu nimmt der Vorstand des KJFC unter vorstand@kjfc.de gerne entgegen.